Wie sieht das Unternehmen der Zukunft aus?

Wenn wir kollektiv im April 2027 in das neue, 412 Jahre dauernde Zeitalter des Phönix gehen und das Zeitalter der Planung hinter uns lassen, verändern sich auch die Strukturen in den Unternehmen. Nicht von heute auf morgen – aber langfristig gesehen, werden sich starke Veränderungen ergeben.

Die KI wird einen großen Part übernehmen, aber auch die Hierarchien werden sich verändern. Es geht um mehr Selbstverantwortung der einzelnen Mitarbeiter, das Modell der Zukunft wird eher die Heterarchie und Synarchie sein.
Dafür braucht es selbstbewusste, kompetente, aber auch empathisch-verstehende und engagierte Mitarbeiter in den Unternehmen. Persönlichkeitsentwicklung darf einen größeren Raum einnehmen als bisher. Die junge Generation will sich verwirklichen in ihrer Arbeit, Arbeit soll Freude machen und vor allem auch sinnvoll sein.
Wir dürfen gespannt sein, wie sich die Unternehmen der Zukunft darauf einstellen werden. Mit einem Job-Bike und einem Umweltticket alleine werden diese Mitarbeiter nicht zu begeistern sein. Hier ist vor allem Kreativität in den Führungsebenen gefragt.

Musste die Generation der Babyboomer noch um die Jobs kämpfen, so müssen heute die Unternehmen um die neue Generation kämpfen. Ein hohes Gehalt als Schmerzensgeld ist für diese Generation nicht mehr attraktiv. Denn für die meisten dieser Generation ist nicht Geld die Währung, sondern Zeit. Und die, die für Geld kommen, die gehen auch wieder, wenn sie woanders mehr Geld angeboten bekommen.

Wie schaffen es also Unternehmen gute Mitarbeiter zu binden?
Eine Möglichkeit wäre, indem sie Angebote machen, die die Individualität ihrer Mitarbeiter fördern und ihre persönliche und fachliche Weiterentwicklung forcieren. Nicht nur durch eine sinnbringende und interessante Aufgabe, kompetente, charakterlich starke Führungskräfte und eine gute Unternehmenskultur, sondern vor allem durch Seminare und individuelle Coachings, die Mitarbeiter begeistern und dafür sorgen, dass der Mitarbeiter sich auch weiterhin permanent weiterentwickeln möchte.

Ein Mitarbeiter ist dann loyal, wenn er spürt, dass sein Unternehmen ebenfalls loyal ist. Nur dann wird er sein Bestes geben.

Fachspezifische Schulungen und Seminare sind natürlich wichtig, aber was den Mitarbeiter prägt, sind die Seminare und Weiterbildungen, die ihn ganz persönlich nach vorne bringen, ohne erstmal sichtbar einen Profit für das Unternehmen zu generieren. Langfristig profitiert natürlich das Unternehmen enorm, wenn die Mitarbeiter an ihrer Persönlichkeitsentwicklung arbeiten. Diese Mitarbeiter sind um einiges resilienter und begeisterungsfähiger. Sie sind die, die sprühen bei ihrer Arbeit, morgens gerne zur Arbeit kommen und auch vom Home Office aus eine phantastische Arbeit machen, denn sie lieben das, was sie tun.

Ich persönlich hatte das große Glück, in solch einem visionären Unternehmen meine Karriere zu starten. Obwohl dies schon eine lange Zeit zurückliegt, erinnere ich mich noch immer an die ganz besonderen Seminare, die meine und die Persönlichkeit vieler Kollegen geformt hat. Das waren beileibe keine Erholungsseminare, ganz im Gegenteil. Wir wurden bis an unsere Grenzen gefordert und wir wurden keinesfalls geschont.
Der damalige Geschäftsführer scheute keine Kosten, um seine Mitarbeiter zu stärken. Diese Investition lohnte sich außerordentlich, denn wir wurden eines der erfolgreichsten Unternehmen auf dem Markt. Es gelang ihm, dass wir uns alle mit dem Unternehmen komplett identifiziert haben und ein „WIR-Gefühl“ sich breit machte.

Wichtig ist, dass diese Seminare und Schulungen freiwillig sind. Man kann Menschen nicht zur Persönlichkeitsentwicklung zwingen. Wer meint, er ist schon allwissend, derjenige darf gerne seinen eigenen Weg gehen. Viele der damaligen Kollegen konnten mit dem Enneagramm oder anderen Persönlichkeitsentwicklungstools nicht viel anfangen und wollten hier auch keine Zeit investieren. Und das war vollkommen in Ordnung.
Mit meinem Pluto in Tor 64 war ich schon immer sehr wissbegierig und freute mich mit Begeisterung auf jedes Seminar.

Sowohl Coaching als auch Seminare sind sehr individuell geprägte Themen. Daher ist es wichtig, immer und zu jederzeit die Persönlichkeit des Mitarbeiters mit ins Kalkül zu ziehen. Was stärkt, was schwächt ihn eher und was begeistert ihn oder sie?
Am besten klärt man die Themen beim Einstellungs- oder Mitarbeitergespräch und dann wählt man zusammen den gemeinsamen Weg aus. Das ist gelebte und nicht nur kommunizierte Wertschätzung in Unternehmen. Dann bekommen Unternehmen die Mitarbeiter, die zu ihnen passen und umgekehrt.